Kaze. Er ist erkältet. Natürlich möchte er niemanden anstecken – also trägt er in der Öffentlichkeit und im Büro einen Mundschutz.
Für ihn ist es äußerst unhygienisch und völlig unverständlich, dass ein Kranker ungeschützt und ohne Maske herumlaufen kann. Besonders zur Winterzeit trifft man auf den Straßen Japans auf viele „Maskierte“ wie ihn.
Dento.
Der Kimono ist für sie das schönste Kleidungsstück. Sie mag moderne Kleidung nicht besonders und liebt die Japanischen Traditionen.
Sie ist eine Meisterin der Tee Zeremonie, liebt die Kalligraphie, Haiku, Kabuki und Ikebana. Zu speziellen religiösen Feiertagen trägt sie ihren besten Kimono, bestickt mit ihrem Familienwappen und darauf einen prächtigen Obi.
Matsuri. He wears a happi – the traditional Japanese matsuri dress. Matsuri is a form of holiday or festival which is held by a local temple or shrine.
A matsuri is a big and lively event with games, street fairs, special Japanese festival food and usually a big procession, where a portable shrine, a mikoshi, is carried through the streets. Every region has its own matsuris with special local features.
Kannushi. Er ist ein Shintopriester. Shinto ist eine alte Japanische Religion, die an die Existenz vieler Götter, genannt Kami, glaubt.
Die Kami leben in Menschen, Tieren, Bergen, Flüssen, Gegenständen und vielem mehr. Zu jeder Zeit können neue Kami entstehen, während andere in Vergessenheit geraten. Als die Shinto Götter Izanagi und Izanami einen Speer ins Meer stachen, formten sich aus den Tropfen, die ins Wasser zurück fielen, die Inseln Japans.
Pachinko. Er ist verrückt nach Pachinko. Pachinko ist ein japanischer Volkssport. Ein Pachinko Automat ist eine Mischung aus einem Spielautomaten und einem Flipper.
Der Spieler kontrolliert die Geschwindigkeit der Kugeln, die in den Automaten fallen – die meisten verschwinden, einige aber finden ihren Weg in „Speziallöcher“. Erscheinen drei gleiche Bildchen, gewinnt man. Man gewinnt zahllose neue Kugeln.
Yakuza. Der Name Yakuza ist Slang für die Zahlen 8-9-3, welche in einem Japanischen Kartenspiel, ähnlich wie Black Jack, das schlechteste Blatt sind.
Die Yakuza ist eine Art Japanische Mafia, die im Glücksspiel, Unterhaltungs-, Prostitutions- und Drogengeschäft tätig ist. Seitdem die Yakuza verboten wurde, sind ihre sichtbaren Erkennungszeichen wie seine traditionellen Tätowierungen – als Zeichen der Stärke, fast völlig verschwunden.
Onsen. Er liebt es, sich in den warmen Thermalbädern zu entspannen. Ein Onsen ist ein öffentliches japanisches Thermalbad – idealer Weise im Freien an einer heißen Vulkanquelle.
Viele Onsen haben extravagante künstliche Wasserfälle, zahlreiche verschiedene Becken, diverse Saunen und bieten die Möglichkeit dort zu übernachten. Im Wasser trägt er sein Handtuch auf dem Kopf, damit es trocken bleibt.
Budoka. Budo bedeutet “der Weg des Kriegers” und diesem folgt er. Obwohl er ein Karatekämpfer ist, respektiert und mag er alle traditionellen japanischen Kampfsportarten wie Jujutsu, Ninjutsu, Judo, Aikido, Kendo, Kenjutsu, Kyudo, Shorinji Kempo, Sumo und viele andere.
Er respektiert seinen Gegner und geht jedem Kampf außerhalb der Trainingshallen aus dem Wege. Eines Tages möchte er in der K1 kämpfen.
Ekiin. Tokios U-Bahnsystem gehört zu den betriebsamsten der Welt. Zur Stoßzeit kann es so voll werden, dass seine Hilfe nötig ist, um den Zustrom der Passagiere zu regeln.
Wenn der Zug so voll ist, dass niemand mehr ein- oder aussteigen kann, drückt er die in den Türen stehenden Fahrgäste in den Wagen hinein, damit sich die Türen schließen können. Du triffst ihn in der Stoßzeit der Tokioter U-Bahn.
Cosplay. Sie liebt Anime und Manga. Jeden Sonntag verkleidet sie sich als ihre Lieblingsanimefigur und trifft sich mit anderen Cosplayern in Harajuku und dem Yoyogi Park.
Sie mag es wenn man sie fotografiert und freut sich, wenn sie ein Foto von sich in einem ihrer geliebten Cosplay Magazinen findet. Ihr größter Traum ist es, eine der großen Cosplayerinnen der wachsenden internationalen Szene zu werden.
Irasshaimase. Er heißt Dich mit einem lauten und freundlichen „irasshaimase“ in Geschäften, Restaurants oder Cafés willkommen. Es ist für ihn sehr wichtig, jeden einzelnen Kunden zu begrüßen – es ist ein Zeichen von gutem Service.
Er trägt eine Menge Verantwortung – sollte seine Begrüßung nicht freundlich genug sein, könnten einige Kunden einem anderen Lokal den Vorzug geben.
Seppuku. Sein gesamtes Leben war er seinem Herrn treu ergeben. Als er seine Ehre verlor, gab es nur eine Möglichkeit sie wieder herzustellen – Seppuku, Harakiri.
Es ist die traditionelle Japanische Art des „ehrenhaften Selbstmordes“. Viele Japaner vor ihm praktizierten bereits Harakiri, um nicht in Gefangenschaft zu geraten, als privilegierte Alternative zur Exekution, zur Wiederherstellung der Ehre oder aus Loyalität zu einem verstorbenen Meister.
Otaku. Er ist ein Nerd – besessen von der Idee alles zu einem bestimmten Thema zu sammeln und möglichst alles darüber zu wissen.
Er spielt gerne Computerspiele und liest gerne Mangas – er ist ein Spezialist auf seinem Gebiet und chattet gerne mit anderen Otakus aus der Otaku Szene. Fast jede Szene und jedes Thema hat seine Otakus: Comic Otakus, Fan Otakus, Internet Otakus usw.
Sumo. Er ist ein Rikishi, ein Sumoringer, nur mit einem Mawashi, einem Gürtel aus Seide bekleidet. Sumo ist eine alte Japanische Ringsportart, die stark mit dem Shintoismus verknüpft ist und selbst heute noch von zahlreichen Shintoritualen begleitet wird.
Um einen Sumokampf zu gewinnen, muss man seinen Gegner dazu bringen, den Boden mit einem Körperteil außer seiner Fußsohlen oder den Boden außerhalb des Ringes zu berühren.
Okama. Er fühlt sich wie eine Frau in einem Männerkörper. Er arbeitet als Travestiehostess in einer Okama Bar in Shinjuku, einem Vergnügungsviertel Tokios.
Er schminkt und kleidet sich so sorgfältig, dass einige Kunden ihn sogar für eine normale Frau halten. Er mag es wenn man ihn bei seinem Frauennamen nennt und möchte wie eine normale Frau behandelt werden.
Narikin. Er war einer der Gewinner der aufsteigenden Japanischen Wirtschaft und wurde sehr schnell sehr reich. Aus einer armen Familie kommend, hat er hart für seinen Wohlstand gearbeitet.
Er genießt es Geld zu haben und stellt seinen Reichtum gerne zur Schau. Er wäre gerne ein Mitglied der Japanischen Oberschicht. Er ist ein Japanischer Yuppie oder Neureicher.
Noh. Er ist ein Schauspieler des ältesten Japanischen Theaters, dem Noh Theater. Er trägt die Maske einer jungen Frau – eine der 60 häufiger verwendeten Masken.
Alle Rollen, selbst die Frauenrollen, werden von Männern gespielt. Die einzige Rolle, die ohne Maske gespielt wird, ist die eines älteren Herrn. In der Edo Ära war das spielen sowie das betrachten des Noh Theaters ein Privileg der Samurai.
Obosan. Der Buddhismus beruht auf den Lehren Siddhartha Gautamas (ca. 563 bis 483 v. Chr.), bekannt als Buddha, der erleuchtete.
Er lehrt seine Gläubigen ihren Geist zu reinigen und zu trainieren, gute Taten zu vollbringen und schlechte sowie solche, die anderen schaden zu vermeiden. Das Ziel des Buddhisten ist den ewigen Kreislauf von Leben und Tod, genannt Samsara, zu durchbrechen und das Nirvana, den Zustand der absoluten Wahrheit zu erreichen.
Ikeike. Mode ist ihr Leben. Sie ist verrückt nach Kleidung und Accessoires – besonders jedoch nach Schuhen und Handtaschen. Sie hat blondiertes Haar, perfekte Fingernägel und sieht aus, als sei sie soeben aus einem Werbeplakat heraus gestiegen.
Du triffst sie auf der Ginza oder auf dem Omote Sando, wo sie auf der Suche nach der neuesten internationalen Mode die Boutiquen durchstreift.
Parasite Single. Sie ist in ihren Dreißigern und lebt noch bei ihren Eltern. Obwohl sie ein eigenes Einkommen hat und sich eine eigene Wohnung leisten könnte, zieht sie es aus Gründen der Bequemlichkeit vor, bei ihren Eltern zu leben und gibt ihr Geld lieber für Luxus Artikel aus.
Es gibt ungefähr 10 Millionen Parasite Singles in Japan. Sie sind ein Teil der Mukkekon Sedai, der nicht heiratenden Generation.
Obatarian. Sie ist stets freundlich und höflich gewesen. In die Jahre gekommen, sah sie plötzlich keinen Sinn mehr darin, immer bescheiden zurück zu treten und ließ alle Höflichkeiten fallen.
Sie ist dafür bekannt sich in Busse und Bahnen reinzudrängeln, Verkäufer zu terrorisieren und immer zu ihrem Recht zu kommen, koste es was es wolle. Man sieht sie meist gemeinsam mit ihren Obatarian Freundinnen, als Gruppe reisend.
Yamanba. Yamanba ist ein Modetrend – das Wort kommt aus einer alten Japanischen Geistergeschichte und bedeutet Berghexe. Sie trägt Plateauschuhe, Mikrominiröcke, bunte Kleidung, hat ein künstlich aussehend gebräuntes Gesicht, weiße Schminke und blondiertes Haar.
Sie sieht aus wie das Negativbild eines Farbfilms. Am liebsten zieht sie mit ihren Yamanba Freunden durch Harajuku.
Kawaii. Sie liebt niedliche Sachen. Sie ist verrückt nach Hello Kitty und kleinen, süßen Figuren. Du findest sie in Harajuku, auf der Suche nach neuen, Accessoires und hörst ihre „kawaiiiii“ Ausrufe, wenn sie etwas Neues entdeckt, das ihr gefällt.
Ihre Tasche, ihr T-Shirt, ihr Portemonnaie – all ihre Sachen sind mit süßen Bildchen bedruckt. Ihre Lieblingsfarbe ist Pink.
Kigurumi. Er trägt das Maskottchenkostüm einer großen Japanischen Firma. Den ganzen Tag läuft er durch Tokios Elektronikviertel Akihabara, um dort Werbung zu machen.
Die meisten Leute finden ihn ziemlich niedlich und fast alle Kinder kommen zu ihm, um sein Fell zu streicheln und mit ihm zu reden. Wenn er sein Kostüm trägt, spielt er vollends die Rolle des Maskottchens, singt das Firmenlied und wiederholt die Firmenparole.
Jukensei. Er möchte auf die beste Universität Japans. Die Aufnahmeprüfung wird unglaublich hart sein, aber er ist sicher, dass er es schaffen kann, wenn er nur hart genug dafür arbeitet.
Er lernt Tag und Nacht – er gibt sein Bestes und wird nicht aufgeben. Er möchte, dass seine Eltern stolz auf ihn sind. „Hisshou“ heißt „Du wirst und musst gewinnen“ und ist seine Parole.
Samurai. Er ist ein kompletter Krieger. Loyalität, Ehre und Gehorsam sind seine Ideale. Er ist gebildet, schreibt Gedichte und glaubt an die Ideale des Zen.
Sein Leben lang strebt er nach der Perfektion seiner Fähigkeiten im Schwert-, Bogen-, Speer- und unbewaffnetem Kampf. Er hat keine Angst vor dem Tod und widmet sein Leben seinem Führer – er folgt ihm in Triumph oder Tod. Er trägt eine schwere Samurai Kampfrüstung.
Hostess. Sie arbeitet in einer Hostess Bar – sie ist so etwas wie eine moderne Geisha. Du kannst ein paar sündhaft Teure Getränke zu Dir nehmen, Dich mit ihr unterhalten und einen netten Abend in ihrer Gesellschaft verbringen.
In Tokios Nobel Bezirk Ginza arbeiten Hostessen, die täglich alle erhältlichen Tageszeitungen lesen und darauf trainiert sind, zu jedem erdenklichen Thema eine Konversation auf höchstem Niveau führen zu können.
Geisha. Sie ist die klassische Japanische Unterhaltungsdame. Sie ist eine Meisterin der traditionellen Japanischen Künste wie der Musik, besonders dem Spielen des Shamisen, dem Tanz, dem Gesang und der traditionellen Tee Zeremonie.
Obwohl es im alten Japan unter den Geishas Fälle von Prostitution gegeben haben mag – sie ist mit Sicherheit keine Prostituierte.
Soap-Jo. Sie ist eine Masseurin und arbeitet in einem Soapland. Sie zieht sich aus, seift ihren Körper ein und benutzt ihn anschließend als lebendigen Schwamm an einem, auf einer Luftmatratze liegenden, männlichen Kunden.
Möchte der Kunde mehr, muss er mehr zahlen. Soaplands hießen ursprünglich Türkische Bäder und wurden aufgrund von Protesten in Japan lebender Türken in Soaplands umgetauft.
Bosozoku. Er ist Mitglied einer Jugend Motorrad Gang. Er schraubt gerne an seinem Motorrad herum und trifft sich jedes Wochenende mit seiner Gang zu einem Shinai Boso, einer illegalen Hochgeschwindigkeitsrallye durch die Straßen Tokios, organisiert durch den Sento Sha, den Bandenboss, den keiner überholen darf.
Er ist ein harter Kerl und hofft eines Tages ein Yakuza Mitglied zu werden.
Onsen Saru. Er lebt im Norden Japans – in Hokkaido, wo die Winter besonders kalt sind. In dieser kalten und verschneiten Jahreszeit verbringt er viel Zeit damit in den heißen Quellen, den Onsen zu baden.
Auch wenn er sich die Onsen lieber mit den anderen Affen teilt, stört es ihn nicht allzu sehr, wenn hin und wieder auch ein paar Menschen in seinem Onsen baden.
Oyaji. Er ist der klassische strenge und altmodische Vater. Er erwartet von seinen Kindern Respekt und dass sie ihr Bestes geben, um ihre Ziele zu erreichen.
Als er jung war, war er weit erfolgreicher als seine Kinder, trug keine seltsamen Moden und ging nicht auf Partys oder in Bars. Er hat immer sein Bestes gegeben und erwartet mindestens das Gleiche von anderen.
Inemuri. Er kann einfach nichts dagegen tun – wenn er in der U-Bahn sitzt, schläft er einfach ein. Manchmal schläft er sogar in Cafés, den Kopf auf dem Tisch liegend.
Zum Glück haben die meisten Stationen von Tokios Yamanote U-Bahnlinie ihre eigene Erkennungsmelodie, so weiß er immer, wann er aussteigen muss. Du wirst ihm überall in Japan begegnen.
Enko. Sie ist verrückt nach modischer und teuerer Kleidung. Sie trägt stets die neueste und teuerste Designermode.
Um sich ihren teueren Lebensstil zu finanzieren, trifft sie sich mit älteren Männern, die sie für ihre Gesellschaft oder sexuelle Dienste bezahlen und verkauft ihre bereits benutzten Hygieneartikel oder ihre getragene Unterwäsche. Du findest sie in den Boutiquen Shibuyas, Shinjukus und der Ginza.
Tsukimi. Er liebt es die traditionellen Japanischen Gedichte Tanka oder Haiku zu schreiben, die zeremonielle Hofmusik Gagaku zu spielen und die traditionellen Tsukimidango zu essen, während er gemeinsam mit seinen Freunden den vollen Mond betrachtet.
Tsukimi, „Mondbetrachtung“, ist eine Tradition, die während der Heian Zeit aus China nach Japan kam und sich zur Edo Zeit großer Popularität erfreute.
Loose Socks. Loose Socks sind ein Modetrend unter Schülerinnen wie ihr. Am liebsten trägt sie ihre zusammen mit ihrer Schuluniform.
Da dies in ihrer Schule jedoch verboten ist, zieht sie sich zum Betreten des Schulgeländes kurz um und trägt sie dann erst nach der Schule wieder. Ihre „losen Socken“, die meist weiß und ziemlich lang sind, werden unter dem Knie getragen und mit einem speziellen Kleber, genannt „sock touch“, dort befestigt.
Office Lady. Sie arbeitet als Sekretärin in einem Büro, erledigt einfache Verwaltungsaufgaben und serviert Tee. Sie wird oft als cleverer, von ihrem Job gelangweilter Charakter beschrieben.
Die meiste Zeit ist sie mit ihren Gedanken beim nächsten Feiertag, dem kommenden Wochenende oder ihrem Make-up. Man trifft sie auf einem Goukon, einer Art Party, wo sie hofft einen reichen Mann zu finden, damit sie endlich ihren Job kündigen kann.
Yobikomi. Kundenservice wird in Japan groß geschrieben und wer neue Kunden werben möchte, der muss sich auch um sie bemühen.
Er ist der klassische Promoter – er steht mit Angebotsschildern behangen vor einem Geschäft, macht durch seine Flüstertüte sprechend Werbung und versucht die Aufmerksamkeit der Passanten auf sich zu ziehen.
Bunraku. Er ist der wichtigste Puppenspieler des traditionellen japanischen Puppentheaters.
Jede Puppe hat die Größe eines älteren Kindes, kann mit den Augen rollen, jeden Finger einzeln bewegen und wird von drei Puppenspielern gespielt: ihm und zwei Gehilfen. Das Spiel wird von den Erzählungen des Tayu, des Erzählers, und der Musik des Shamisen, des traditionellen japanischen Saiteninstruments, begleitet.
Hanami. Hanami heißt Blumenbetrachtung. Jeden Frühling wenn die Kirschbäume blühen trifft er sich mit seinen Freunden und Kollegen unter den Kirschbäumen, um gemeinsam zu trinken, zu singen und um die Sakura, die Kirschblüten zu betrachten.
In jedem Jahr gibt es große Zeitungsberichte zur Sakura Saison, die einem mitteilen, wo man wann sein sollte, um die tollsten Kirschblüten zu sehen.
Gaijin. Gaijin heißt „Mensch von draußen“ oder „Außenseiter“ und wird für Ausländer oder nicht Japaner verwendet. In Japan, einer der homogensten Gesellschaften der Welt, fällt er sofort auf.
Für Japaner ist er meist verdächtig und interessant zugleich. Egal wie sehr er sich bemüht oder wie lange er schon in Japan lebt, er wird immer ein Gaijin bleiben.
Host. Er ist die männliche Version einer Hostess – er arbeitet in einer Host Bar.
Einsame Frauen besuchen ihn, um mit ihm Konversation zu führen und um in seiner Gesellschaft zu sein. Seine Gesellschaft ist nicht billig, aber seine Besucherinnen haben das Gefühl, dass er sie wirklich mag und das Besondere in ihnen erkennt.
Yopparai Salaryman. Er arbeitet viel und aus der wenigen Freizeit, die er hat, möchte er ein Maximum an Unterhaltung herausholen.
Er mag es Pachinko zu spielen, Karaoke zu singen oder einen Abend mit den Hostessen in der Hostess Bar zu verbringen. Wenn er die Gelegenheit hat einen trinken zu gehen, dann tut er es richtig. In den letzten U-Bahnen trifft man auf viele wie ihn.
Punk. Er ist ein Punk. Er liebt die Kleidung und das Gefühl, eine Art Rebell zu sein.
Er kümmert sich sehr sorgfältig um sein Auftreten und ist ständig bemüht neue einzigartige Kleidungsstücke zu finden. Sie sollen zwar getragen und dreckig aussehen, dies aber nicht sein. In seiner Freizeit geht er am liebsten auf Punk Konzerte oder hängt mit seinen Punker Freunden herum.
Fugu. Er könnte für gutes Essen sterben – besonders für Fugu. Er liebt den Kugelfisch, der in Japan eine Delikatesse ist. Die Organe des Fugus sind mit einem starken Nervengift versetzt – nicht jedoch sein Fleisch – nicht richtig zubereitet, kann er tödlich sein.
Ein Koch, der Fugu servieren möchte, braucht dazu eine Lizenz, denn selbst heutzutage sterben noch Menschen am falsch zubereiteten Fugu. Aber das macht ihn nur noch delikater und besonderer.
Hikigatari. Er liebt Musik und möchte ein berühmter Musiker werden. Er ist der klassische Straßenmusikant – er spielt wann und wo immer er kann für ein paar Yen oder umsonst.
Sonntags spielt er manchmal mit seiner Band auf einer der Bühnen, die für Musiker wie ihn in der Stadt errichtet werden. So kann er viele Menschen mit seiner Musik erreichen – und vielleicht ist ja auch mal ein Talentsucher dabei.
Kabuki. Er trägt das Kostüm des Kabuki Helden. Kabuki wurde im frühen 17. Jahrhundert begründet und gehörte, im Gegensatz zum Noh Theater, zur Populärkultur des Bürgertums.
Obwohl es von einer Frau begründet wurde, sind alle Kabukischauspieler Männer, selbst die Frauenrollen werden von Männern gespielt, genannt „oyama“. Die einzelnen Schriftzeichen, von links nach rechts, bedeuten Gesang, Tanz und Geschick.
Chikan. Er begrapscht gerne junge Frauen in der überfüllten Tokioter U-Bahn – am liebsten während der Stoßzeit, wenn es so voll ist, dass niemand etwas davon mitbekommt. Seine Kamera hat er immer dabei, stets bereit ein paar voyeuristische Fotos zu machen.
Wegen Typen wie ihm haben einigen Japanische Verkehrsbetriebe Waggons, die nur von Frauen benutzt werden dürfen und mit einem pinken Aufkleber markiert sind.
Ninja. Er ist eine Art Geheimagent, Eliteeinheit und Spion. Ausgebildet in Ninjutsu, kann er sich extrem leise und unbemerkt fortbewegen, Wände und Dächer hinaufklettern sowie sich tarnen und verstecken.
Ausgerüstet mit allen möglichen Spezialwaffen, Schießpulver, Gift, Rauchbomben, Feuerwerk und speziellen Kampftechniken, kann er selbst gegen schwer bewaffnete Gegner bestehen.
Salaryman. Er ist der japanische Büro Angestellte – immer im schwarzen Anzug, immer gemeinsam mit anderen Salaryman unterwegs.
Er widmet sein Leben seiner Firma, versucht nicht früher Feierabend zu machen als die anderen im Büro und möchte seinem Boss zeigen, dass er ein loyaler und ehrgeiziger Mitarbeiter ist – vielleicht kann er ja eines Tages selbst einmal Boss werden.
Rockabilly. Er ist ein Japanischer Rockabilly Fan. Er liebt den Style, den Haarschnitt, die Kleidung und das Auftreten.
Da er und seine Rockabilly Freunde keinen Ort haben, an dem sie Tanzen üben können, treffen sie sich jeden Sonntag in einem öffentlichen Park in der Stadt, wo sie ihre Stereoanlage aufstellen und den ganzen Tag zu Rockabilly Musik tanzen.
Was ist ein Otaku, ein Jukensei, ein Narikin oder eine Obatarian? Woher kommt der Name Yakuza und was macht den Fugu so besonders? Was hat es mit dem Shintoismus auf sich und was ist eigentlich Kabuki?
Die Japanische Gesellschaft steckt voller Spezialwörter für bestimmte skurile, niedliche aber auch lustige Charaktere und Kulturphänomene. Als Austauschstudent in Japan, hat Piet Machat versucht ein wenig Licht ins Dunkel der oft so verschlossen und mysteriös erscheinenden Japanischen Gesellschaft zu bringen.
Die "51 Japanese Characters" sind das Ergebnis seiner Sammlung und Recherche. Sie sind vollgepackt mit Informationen über japanische Kulturphänomene, die Japanische Geschichte und Stereotypen der Japanischen Gesellschaft. Sie gewähren einen spielerischen aber tiefen Einblick in die Japanische Kultur und Gesellschaft.
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Itunes Store
Die "51 Japanese Characters" gibt es als Postkartenset, welches alle 51 Charaktere beinhaltet. 51 Postkarten, die jeweils einen der 51 Charaktere auf der Vorderseite und die dazugehörigen Texte auf Englisch, Deutsch und Japanisch auf der Rückseite zeigen. Das Postkartenbuch ist flexibler und lädt mehr zum spielen ein, als ein fest gebundenes Buch.
Man kann seinen Freunden ihren Charakter zusenden oder die Postkarten zu einem fast A0 großen Poster zusammenlegen, immer wieder neu, immer wieder anders. Dazu befinden die Karten sich in einer Mappe, dessen Vorderseite so ausgestanzt ist, dass immer die jeweils vorne liegende Karte zum Deckblatt wird. Somit hat jede Mappe 51 verschiedene Deckblätter.
Das Poster zeigt alle "51 Japanese Characters" und die dazugehörigen Texte auf einen Blick. Es hat eine Größe von A0 (84x118 cm) und ist im Offsetdruck in CMYK plus Silber auf mattes 170g/m Papier gedruckt.