Es gibt Leute die behaupten, sie seien mit ihrer Arbeit verheiratet.
Die 40-Stundenwoche ist was für Weicheier und schlafen kann man wenn man tot ist. Nur wer richtig Gas gibt, bringt es auch zu etwas in diesem globalen Wettkampf um nichts geringeres als das Beste.
Dieses Buch ist ein Statement gegen die Kultur der ununterbrochenen Aktivität, die für so viele selbst verständlich ist. Stress ist keine natürliche Eigenschaft des Alltags, niemand fordert von uns, ständig produktiv zu sein. Dabei muss man längst nicht zum Wandermönch konvertieren und der Gesellschaft den Rücken kehren.
Oft reicht schon ein wenig mehr Klarheit über die täglichen Mechanismen, die uns unnötig Kraft kosten, um mit klaren Entscheidungen dem allgemeinen Druck Einhalt zu gebieten. Stress sollte nicht mehr als Statussymbol unserer Leistungskultur verstanden werden, sondern als wertvolles Werkzeug im Umgang mit uns selbst
Das Buch ist ein 200 Seiten starker, vielschichtiger Sampler, der sich am Spagat zwischen Chaos und Ruhe versucht und so selbstironisch in die Problematik von Stress und Überforderung eintaucht.
Es finden sich ausgewählte Artikel, Essays und Kurzgeschichten, gemischt mit grafischen und fotografischen Arbeiten, die auf jeweils eigenen Wegen versuchen, die allgegenwärtige Overdose-Kultur zu beleuchten.
Dank an den DDC für einen Award bei
Gute Gestaltung '09
Und die Raymond Loewy Foundation für einen Lucky Strike Junior Designer Award

























































































Max Lisewski stellt die verbreitete Philosophie in Frage, ständig aktiv sein zu müssen. Unsere Kultur läuft Gefahr, die Arbeit und produktive Tätigkeiten nicht mehr als Mittel zum Zweck zu sehen, sondern als Mittelpunkt unserer Existenz.
Schlagworte wie Burnout, Arbeitssucht, Leistungsdruck oder globaler Wettbewerb weisen auf eine gesellschaftliche Problematik hin, die nicht selten verharmlost und fehlinterpretiert wird. Die Grenzen zwischen produktiven und unproduktiven Lebensbereichen verschwimmen und drohen, ins Ungleichgewicht zu geraten, ohne dass wir davon Kenntnis nehmen. „Feste Posten, vorgezeichnete Karrieren, strenge Arbeitszeiten – das wird irgendwann passé sein“.
Die körperliche Belastungsgrenze wird in Zukunft der einzige Indikator bleiben, der unser Limit zeigt. Um so wichtiger ist es, mit diesem Indikator vertraut zu sein.

























Die Antwort auf alle Fragen des Lebens heißt: Zwei.
Bei der Arbeit wie im Privaten fühlen wir uns dann am wohlsten, wenn wir die Wahl haben. Wird ein Projekt anstrengend oder langweilig, weichen wir auf’s andere aus und sind wieder mit Spaß dabei. Geht uns auch hier die Luft aus, wechseln wir zum ersteren zurück.
Bei einer größeren Auswahl wird’s aber eng. Drei Bücher gleichzeitig lesen ist eine Herausforderung. Von acht Büchern ganz zu schweigen.
Wenn irgend möglich, beschränke man seine
Alternativen auf Zwei, und man wird ausgelastet
und produktiv sein. Tschaka.